Die Chaconne

war ein spanischer Volkstanz in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Sie hat eine kurze Tanzmelodie im Dreiertakt, deren häufige Wiederholungen gerne variiert wurden. Von Zeitgenossen wurde er als ausgelassen bezeichnet; er wurde jedoch mehr und mehr feierlich und gravitätisch.
Im 17. Jahrhundert erschien die Chaconne in Frankreich als Gesellschaftstanz und in der französischen Oper als Ballet-Chaconne. In Italien erschien sie als Solostück für Gitarre oder Cembalo (Frescobaldi) und in Deutschland als Teil der Klavier- oder Orcherstersuite. Sie tritt bei Dietrich Buxtehude (1637-1707) und Johann Pachelbel (1653-1706) als eine häufige Form der Orgelmusik auf.
Ein Merkmal der Chaconne ist das ruhige Tempo, der 3/4 Takt und die öftere Bewegungsart der Sarabande:

Das eigentliche Thema liegt in der Basslinie der Akkorde. Es gibt zwei Typen zu unterscheiden:
a) Bewegung in Quarten oder Quinten
b) Bewegung in Sekunden

 

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