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Das Kontrafagott (Affiliate-Link)¹ ist der Riese unter den Holzblasinstrumenten. Es ist das größte und am tiefsten klingende Instrument der Holzbläserfamilie im Sinfonieorchester.
Physik und Bauweise
- Extreme Länge: Gestreckt hätte die hölzerne Röhre des Kontrafagotts eine Länge von weit über fünf Metern. Um es spielbar zu machen, wird das aus Bergahornholz gefertigte Rohr mehrfach in sich selbst gefaltet.
- Tonerzeugung: Wie beim normalen Fagott (Affiliate-Link)¹ erfolgt die Tonerzeugung über ein großes Doppelrohrblatt, das auf ein s-förmig gebogenes Metallrohr (den S-Bogen) gesteckt wird. Durch den Atemstrom schlagen die Blätter aufeinander und versetzen die lange Luftsäule in Schwingung.
- Klang: Es klingt exakt eine Oktave tiefer als das normale Fagott (Affiliate-Link)¹ und erzeugt im tiefsten Register Frequenzen, die man im Raum fast körperlich als Erschütterung wahrnimmt.
Geschichte
Die Entwicklung des Kontrafagotts begann im 17. und 18. Jahrhundert, um den Bassbereich der Holzbläser zu erweitern. Lange Zeit galten die Instrumente als unpräzise. Im späten 19. Jahrhundert revolutionierte die deutsche Werkstatt Heckel die Klappenmechanik, womit das moderne Kontrafagott (Affiliate-Link)¹ in seiner heutigen Perfektion entstand.
Verwendung
- Filmmusik: In modernen Hollywood-Produktionen (z. B. von Hans Zimmer in Inception) ist das Kontrafagott (Affiliate-Link)¹ wegen seines rauen, monumentalen und bedrohlichen Charakters extrem beliebt, um düstere Atmosphären zu erzeugen.
- Klassik und Romantik: Komponisten wie Maurice Ravel setzten es gezielt für spezielle Klangfarben ein (berühmt ist die Darstellung des „Biests“ in Ravels Ma Mère l’Oye).
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