
Das Xylophon und das Marimbaphon (oft einfach Marimba genannt) sind die bekanntesten Vertreter der sogenannten Stabspiele (Mallet-Instrumente). Auf den ersten Blick sehen sich die beiden Geschwister ungemein ähnlich, da ihre Klangstäbe exakt wie die schwarzen und weißen Tasten eines Klaviers angeordnet sind. Aus physikalischer Sicht gehören sie zur Familie der Schlaginstrumente (Schlagidiophone), da der Ton (Affiliate-Link)¹ durch das direkte Anschlagen des Materials erzeugt wird.
Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Instrumenten liegt in ihrer Mensur, ihrem Material und ihrem Klangcharakter. Das Xylophon, das auf unserem Studio-Bild im Vordergrund steht, ist kompakter gebaut. Seine Klangstäbe bestehen traditionell aus sehr hartem Holz (oft Palisander) oder modernen Verbundstoffen. Es besitzt einen sehr hellen, harten, spitz zulaufenden und extrem durchdringenden Klang, der ein ganzes Orchester mühelos übertönen kann.
Das Marimbaphon hingegen, das im Hintergrund thront, ist um ein Vielfaches größer und wuchtiger. Seine Stäbe werden fast ausschließlich aus feinstem, dunkelbraunem Honduras-Palisander gefertigt. Das markanteste Merkmal der Marimba sind die riesigen, oft goldglänzenden Resonanzröhren aus Metall, die unter den Holzstäben hängen und im tiefen Bassbereich fast bis zum Boden reichen. Sie wirken als physikalische Verstärker und verleihen der Marimba ihren unverkennbaren, ungemein warmen, vollen, runden und fast schon mystisch dunklen Klang.
Gespielt werden beide Instrumente mit speziellen Schlägeln (Mallets). Während man beim Xylophon harte Schlägel aus Kunststoff, Holz oder Gummi nutzt, um den knackigen Anschlag zu betonen, wird die Marimba mit weichen, kunstvoll mit Wolle oder Garn umwickelten Schlägelköpfen bespielt. Meister ihres Fachs halten oft vier Schlägel gleichzeitig – zwei in jeder Hand –, um auf den Holzstäben vielstimmige, fließende Akkorde (Affiliate-Link)¹ und wunderschöne melodische Klangteppiche zu weben.
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