Wenn du ein ganzes Musikstück spielst, wird dieses meist aus viel mehr als nur vier Vierteln bestehen, weshalb ein Takt im 4/4-Schema schnell gefüllt ist. Sobald das Ende eines Taktes erreicht ist, ziehen wir eine senkrechte Linie – den sogenannten Taktstrich – durch unsere fünf Notenlinien hindurch. Direkt danach beginnt ein neuer Takt, und das Zählen fängt von vorne an. Jedes Musikstück ist konsequent in solche Takte aufgeteilt, damit man sich beim Lesen der Noten (Affiliate-Link)¹ wesentlich schneller zurechtfindet. Man benötigt sie als festes Raster für das Zählen der verschiedenen Notenwerte und Pausen innerhalb eines Rhythmus (Affiliate-Link)¹. Takte sind somit die grundlegenden, strukturgebenden Bausteine eines Notensystems. Durch diese Aufteilung wissen wir auch genau, wie ein Musikstück betont wird, da der erste Schlag eines Taktes in der Regel kräftiger hervorgehoben wird als die folgenden. Zudem lassen sich Takte einfach zählen und fortlaufend durchnummerieren. Wenn ein Dirigent in einer Probe beispielsweise sagt: „Wir spielen alle ab Takt 50 los“, weiß jeder Musiker im Orchester sofort, an welcher Stelle er sein Instrument ansetzen muss. Deshalb wirst du in größeren Musikstücken oft kleine Nummern über dem ersten Takt einer Zeile oder an markanten Stellen finden: die Taktnummern. Sie dienen als wichtige Orientierungshilfe, damit alle Spieler stets die Übersicht behalten und gemeinsam im richtigen Moment starten können.
Beispiel:

Am Ende eines jeden Musikstückes findet man in den Noten (Affiliate-Link)¹ eine ganz besondere Kennzeichnung: Eine dicke, kräftige Linie steht dort direkt hinter dem üblichen dünneren Taktstrich. Diese Kombination wird als Schlussstrich bezeichnet und signalisiert uns das endgültige Ende des gesamten Stückes. Im Gegensatz dazu bedeuten zwei einfache senkrechte Striche nebeneinander, dass lediglich ein bestimmter Teil oder ein Abschnitt des Stückes fertig ist, das gesamte Werk jedoch noch weitergeht. Solche Doppelstriche dienen der Übersicht und markieren oft wichtige Übergänge, Tonartwechsel oder neue musikalische Themen. Darüber hinaus kann ein Taktstrich uns durch zwei zusätzliche Punkte anzeigen, dass wir einen Teil des Stückes noch einmal spielen sollen – dies ist das sogenannte Wiederholungszeichen, welches den Musiker anweist, die vorangegangene Passage erneut zu spielen.

Einfacher Taktstrich

Doppelter Taktstrich (Ende eines bestimmten Teils eines Stückes)

Wiederholung

Ende-Taktstrich
Es gibt noch weitere, spezielle Taktstriche, die man aber nur sehr selten braucht, weshalb ich sie an dieser Stelle weg lasse.
Der Auftakt
Eine musikalische Besonderheit stellt der sogenannte Auftakt dar. Bei diesem unvollständigen Takt zu Beginn eines Musikstücks werden die Notenwerte des ersten Taktes rein rechnerisch mit denen des letzten Taktes addiert. Das Ergebnis dieser Ergänzung muss am Ende wieder einen vollen Takt ergeben, um die rhythmische Symmetrie des Werkes zu wahren. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Befinden sich zwei Viertelnoten im ersten Takt eines 4/4-Takts, so müssen im letzten Takt ebenfalls zwei Viertel stehen, um gemeinsam die Summe von vier Vierteln zu vervollständigen. Dieses Prinzip funktioniert natürlich auch bei anderen Taktarten. Beginnt ein Stück etwa mit nur einer Viertelnote im ersten Takt, so finden sich im letzten Takt konsequenterweise drei Viertelnoten (oder andere Notenwerte in gleicher Gesamtdauer), um den Takt formal abzuschließen.

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5 Gedanken zu “Taktstriche und Auftakt”
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Zum Glück kann ich das wieder, hatte kein. Plan wie das gehen soll bis jetzt. Vielen Dank
Danke für die Hilfe! War komplett aus dem Thema raus und schreibe bald eine Klausur in Musik