Alle Noten (Affiliate-Link)¹ lassen sich mit einem Kreuz (Affiliate-Link)¹ erhöhen und einem Be erniedrigen, um die verschiedenen Halbtöne innerhalb einer Oktave darzustellen. Ein Kreuz direkt vor einer Note (Affiliate-Link)¹ erhöht ihn um eine kleine Sekunde (einen Halbtonschritt (Affiliate-Link)¹) nach oben. Im Gegensatz dazu bewirkt ein Be vor einer Note eine Vertiefung, die ihn um eine kleine Sekunde nach unten versetzt.
Ein Kreuz und ein Be nennt man zusammengefasst auch einfach „Versetzungszeichen“. Umgangssprachlich redet man zwar oft von den “Vorzeichen“, dieser Begriff ist jedoch theoretisch nur dann korrekt, wenn die Versetzungszeichen ganz vorne hinter dem Notenschlüssel stehen und somit für das gesamte Musikstück oder einen längeren Abschnitt gelten. Treten sie hingegen nur innerhalb eines einzelnen Taktes auf, spricht man präziser von Versetzungszeichen oder auch von Akzidenzien.
Auch die Benennung der Töne (Affiliate-Link)¹ passt sich dieser klanglichen Veränderung an, wobei in der Regel die Endungen -is für Erhöhungen oder -es für Erniedrigungen verwendet werden. Die Namen verändern sich je nach Vorzeichen:
C – Cis
D – Dis
E – Eis
F – Fis
G – Gis
A – Ais
H – His
C – Ces
D – Des
E – Es
F – Fes
G – Ges
A – As
H – B (!!)


Sobald ein neuer Takt beginnt, verliert das Versetzungszeichen automatisch seine Gültigkeit. Das bedeutet, dass man das Zeichen im nächsten Takt bei Bedarf erneut vor die entsprechende Note (Affiliate-Link)¹ setzen muss, sofern die chromatische Veränderung weiterhin bestehen bleiben soll.

Vorzeichen
Die Versetzungszeichen, also die Kreuze (Affiliate-Link)¹ (♯) und Bes (♭), kann man gesammelt direkt an den Anfang jedes Notensystems schreiben. In dieser festen Position nennt man sie dann offiziell „Vorzeichen“. Durch diese Platzierung spart man sich beim Notenschreiben eine Menge mühsame Arbeit und sorgt zudem für ein wesentlich übersichtlicheres Notenbild für den Musiker. Denn jedes Vorzeichen, das nicht bereits am Anfang der Zeile steht, müsste man sonst als einzelnes Versetzungszeichen vor jede betroffene Note (Affiliate-Link)¹ setzen, die man chromatisch um einen Halbton (Affiliate-Link)¹ erhöhen oder erniedrigen will. Innerhalb eines Taktes gibt es zudem eine wichtige Vereinfachung: Man muss nicht immer wieder ein Versetzungszeichen vor denselben Ton (Affiliate-Link)¹ schreiben, da die Wirkung des Zeichens bis zum nächsten Taktstrich für alle Noten (Affiliate-Link)¹ auf derselben Tonhöhe erhalten bleibt.


Schreibweise der Vorzeichen
Die Vorzeichen, die man am Zeilenanfang zwischen dem Notenschlüssel und der Taktart einträgt, folgen einer festen, logischen Reihenfolge. Diese sogenannten Generalvorzeichen legen die Tonart des Musikstücks fest und lauten wie folgt:
Fis – Cis – Gis – Dis – Ais – Eis – His
B – Es – As – Des – Ges – Ces – Fes
Dabei lässt sich ein praktisches Muster aus Zweierblöcken erkennen, die systematisch verschoben werden. Man muss sich daher nur die jeweiligen Startblöcke einprägen:
Der Block Fis – Cis rückt bei den Kreuzen jeweils um einen Halbtonschritt (Affiliate-Link)¹ nach oben auf Gis – Dis, dann weiter auf Ais – Eis und schließlich zum His.
Bei den Be-Vorzeichen verschiebt sich der Block B – Es entsprechend um einen Halbtonschritt nach unten auf As – Des, danach auf Ges – Ces und endet schließlich beim Fes.
In der musikalischen Notation verzichten wir bei diesen Vorzeichen konsequent auf die Verwendung von Hilfslinien, um das Notenbild übersichtlich zu halten. Aus diesem Grund werden das Ais und das His nicht über das fünf-Linien-System hinausgeschrieben, sondern einfach eine Oktave tiefer platziert.
Auflösungszeichen
Sowohl Vorzeichen als auch Versetzungszeichen lassen sich mithilfe eines Auflösungszeichens (♮) außer Kraft setzen. Dieses Zeichen folgt übrigens derselben Logik wie die Versetzungszeichen: Sobald es notiert wurde, behält es seine Wirksamkeit für den verbleibenden Teil des Taktes bei.

Die Klaviatur und die Töne Eis, Fes, His und Ces
Wenn wir uns nun die Tasten eines Klaviers anschauen, fällt auf, dass die Töne (Affiliate-Link)¹ mit den Kreuzen und Be´s auf den schwarzen Tasten liegen. Doch wo genau sind in diesem System das Eis, Fes, His und Ces zu finden?
Das Eis entspricht dem F, das Fes dem E, das His dem C und das Ces dem H. Diese Töne liegen also ausnahmsweise auf weißen Tasten. Das liegt daran, dass zwischen den Stammtönen E – F und H – C bereits von Natur aus eine kleine Sekunde liegt. Da an diesen Stellen die schwarzen Tasten als Zwischenstufen fehlen, führt die chromatische Erhöhung oder Erniedrigung des Tons direkt zur benachbarten weißen Taste.

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10 Gedanken zu “Versetzungszeichen, Vorzeichen – Kreuze und Be’s”
Schön, dass es Seiten gibt, die sich offensichtlich große Mühe geben, den wissenshungrigen WWW-Surfer in die Geheimnisse der Musiktheorie einzuweihen. Weniger schön, wenn es den Betreibern solcher Seiten offensichtlich selbst an Fachwissen mangelt. Bin zufällig auf „Kreuze und Bes“ gestoßen und war schon mal etwas erstaunt, als ich gleich am Anfang 2 sehr ungewöhnliche (wenn überhaupt existente?) Tonarten fand: „Cis-Dur“ (mit 7 Kreuzen, statt Des-Dur mit 5 Bes) und Ces-Dur (mit 7 Bes, statt H-Dur mit 5 Kreuzen). Während ich noch grübelte, ob mir diese beiden Tonarten in fast 60 Jahren Musikpraxis überhaupt schon einmal begegnet sind, stolperte ich auch schon über die nächste Halbweisheit: „Die Vorzeichen … kann man an den Anfang jedes Notensystems schreiben.“ NEIN – die VERSETZUNGSZEICHEN kann man dorthin schreiben, aber dann heißen sie nicht mehr Versetzungszeichen, dann – UND NUR DANN – heißen sie Vorzeichen. Entweder also kennt der Verfasser den Begriff Versetzungszeichen gar nicht, oder er kennt den Unterschied nicht und hält beide Begriffe für synonym und somit austauschbar.
Aus Neugier habe ich dann noch mal die „Triolen“ angeklickt. Da steht sage und schreibe etwas von „Schwänzchen“, mit denen man Achtelnoten verbindet. Ich kenne an Achteln nur „Fähnchen“, aber gerade mit denen werden ja nicht mehrere verbunden – das macht man mit „Balken“!
Von der Sache (i.e. Triolen) her sind die Erklärungsversuche des Verfassers auch nicht schlechter als die unzähliger – und oft ja auch teuer zu bezahlender – Unterrichtswerke. Und das liegt in der Natur der Sache: Wie soll man einem halbwegs vernunftbegabten Menschen erklären, das 3/8 gleich 1/4 sein soll??? Sobald meine Schüler in Mathematik Bruchrechnung hatten, hielten sie entweder mich oder sich selber für bescheuert. Irgendwann habe ich ihnen dann erklärt, dass die Musiktheoretiker jahrhundertelang zu bescheuert waren, über den Tellerrand ihrer Halb-/Viertel-/Achtel-usw.-Teilung zu schauen, und habe Triolen als Sechstel- oder Zwölftel-Noten erklärt. Das nur als kleiner vielleicht hilfreicher Tipp – damit ich hier nicht nur „Kollegenschelte“ betreibe.
Lieben Dank für Ihr Feedback. Tatsächlich habe ich einige Artikel hier vor sehr langer Zeit erstellt. Die Seite habe ich als Schüler begonnen aufzubauen.
Ich bin dankbar über solch produktives Feedback und werde versuchen diese Details sobald wie möglich zu korrigieren. Sehen Sie mir es jedoch nach, diese Seite ist ein Hobby und spiegelt natürlich kein echtes Fachbuch wieder. Ich glaube im Unterricht vor mehr als 20 Jahren hat man übrigens immer von “Vorzeichen“ geredet und auch in der Praxis redet keiner von “Versetzungszeichen“. Fachlich haben Sie jedoch recht ☺
Herr Schirdewahn, ich suche einen Klavierlehrer. Würden Sie mich unterrichten?
Wird auch wenn ein # vor ist die note so benannt wie wenn ein b-chen davor ist?
Ein frohes Hallo zu ihnen!
Danke für Ihre Mühe, die sie sich gemacht haben, es ist gut verständlich, wie sie die Unterschiede dargestellt haben.
Genießen Sie den Sonntag. Mit freundlichen Grüßen, Stefan Zimmermann
tolle Erklärung!
Super Erklärung, vielen Dank dafür!
Ergänzen könntet ihr noch die englischen Bezichnungen #=sharp b=flat – weil oft auch diese Begrifflichkeiten genutzt werden.
LG Jana
wenn man beim f 2 eim b hat wir dann f 1 auch b gespielt
Was bedeutet es wenn, vor einer Note ein b steht?
also wenn es drei bes hätte wäre es b es und as