Einleitung
Ein Akkord¹ entsteht immer dann, wenn mindestens drei verschiedene Töne¹ gleichzeitig erklingen; zwei Töne allein bilden in der Musiktheorie lediglich ein Intervall. In der westlichen Harmonielehre stellen dabei die Drei- und Vierklänge die am häufigsten verwendeten Grundformen dar, auf denen ein Großteil der musikalischen Kompositionen aufbaut.
Interessanterweise sind nur verhältnismäßig wenige Instrumente technisch dazu in der Lage, alle Töne eines Akkordes tatsächlich simultan zu Gehör zu bringen. Zu diesen sogenannten polyphonen Instrumenten zählen vor allem das Klavier, die Gitarre, die Harfe oder die Orgel, da sie das Greifen und Anschlagen mehrerer Saiten oder Tasten zur gleichen Zeit ermöglichen. Bei reinen Melodieinstrumenten gestaltet sich dies schwieriger: Möchte man beispielsweise im Rahmen eines Orchestersatzes einen vollen Dreiklang¹ allein durch den Klang von Flöten erzeugen, so ist dies mit einem einzelnen Musiker nicht möglich. Man benötigt stattdessen drei Flöten, die jeweils einen spezifisch zugewiesenen Ton¹ des Akkordes übernehmen, um im Zusammenspiel die gewünschte Harmonie zu formen.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die einzelnen Töne eines Dreiklangs nicht gleichzeitig, sondern kurz hintereinander zu spielen. Diese Technik wird in der Praxis als Arpeggio oder „gebrochener Akkord“ bezeichnet und ist ein wesentliches Gestaltungsmittel in vielen Musikstilen. Welche vielfältigen Akkordtypen es darüber hinaus gibt, wie sie sich voneinander unterscheiden und nach welchen theoretischen Regeln sie präzise aufgebaut werden, wird auf den nächsten Seiten im Detail erklärt.
Weitere Kapitel in der Rubrik „Akkorde“
- Dreiklänge verstehen: Aufbau, Arten und Umkehrungen erklärt
- Kadenz, ein Musikstück begleiten
- Vier Töne erklingen, ein Vierklang entsteht. Der häufigste von ihnen ist der Septakkord.
- Der Dominantseptakkord
- Die "außer Kraft gesetzten" Akkorde, die SUS-Akkorde
- Akkordsymbole und Akkordabkürzungen
- Mediante, der terzverwandte Dreiklang
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Weitere Kapitel in „Es erklingen mehr als 2 Töne, ein Akkord entsteht"
- Dreiklänge verstehen: Aufbau, Arten und Umkehrungen erklärt
- Kadenz, ein Musikstück begleiten
- Vier Töne erklingen, ein Vierklang entsteht. Der häufigste von ihnen ist der Septakkord.
- Der Dominantseptakkord
- Die "außer Kraft gesetzten" Akkorde, die SUS-Akkorde
- Akkordsymbole und Akkordabkürzungen
- Mediante, der terzverwandte Dreiklang

Ein Gedanke zu “Es erklingen mehr als 2 Töne, ein Akkord entsteht”
Toll erklärt,aber wo liegt der Unterschied zwischen einem verminderten und einer übermaßigen Akkord?