Note, Tonleiter, Akkord… einfach erklärt
Note, Tonleiter, Akkord… einfach erklärt

Ein Intervall bestimmen

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

Die Ordnungszahl

Um die Qualität der verschiedenen Intervalle eindeutig zu bestimmen, bezeichnen wir sie mit dem Kürzel r für rein, g für groß sowie k für klein. Direkt an den jeweiligen Buchstaben hängen wir anschließend die sogenannte Ordnungszahl des betreffenden Intervalls an:

Prim = r1
Sekunde = k2 / g2
Terz = k3 / g3
Quarte = r4
Quinte = r5
Sexte = k6 / g6
Septime = g7 / k7
Oktave = r8

Ein Intervall bestimmen

Wie findet man am leichtesten und schnellsten heraus, um welches genaue musikalische Intervall es sich bei zwei Tönen (Affiliate-Link) handelt?

Intervall e' zu c''
Piano Keyboard
e' zu c'' – Intervall bestimmen

Nehmen wir einmal an, wir wollen den genauen Tonabstand beziehungsweise das Intervall zwischen den Tönen (Affiliate-Link) e‘ und c“ bestimmen. Um das Grundintervall zu ermitteln, zählen wir zunächst ganz einfach die beteiligten Tasten oder Noten (Affiliate-Link) inklusive des Ausgangs- und Zieltons durch: 1. e‘, 2. f‘, 3. g‘, 4. a‘, 5. h‘, 6. c“.
Anhand dieser abgezählten Ordnungszahl wissen wir bereits, dass es sich rein vom Namen her um eine Sexte handeln muss. Um nun aber die genaue Feinbestimmung vorzunehmen, müssen wir die im Intervall liegenden Halbtonstufen genauer unter die Lupe nehmen. In diesem konkreten Fall befinden sich zwei natürliche Halbtonstufen im Tonraum: die Schritte e‘ – f‘ sowie h‘ – c“. Einen Halbtonschritt (Affiliate-Link) enthält eine Sexte (ebenso wie eine Septime) standardmäßig immer; der zusätzlich vorhandene zweite Halbtonschritt verkleinert das Intervall jedoch um einen Halbton (Affiliate-Link) und verrät uns somit unmissverständlich, dass es sich hierbei um eine kleine Sexte handelt.

Wichtig:
Die Intervallbestimmung erfolgt stets auf Basis des Stammtons, was bedeutet, dass Fis nicht identisch mit Ges ist!

Beispiel:
Möchten wir das Intervall Fis – G bestimmen, bedeutet dies:

  1. F – G = 2 Töne (Affiliate-Link) Distanz = Sekunde
  2. Fis anstelle von F => einen Halbtonschritt (Affiliate-Link) höher
    ==> Das Intervall, sprich der Tonabstand, wird kleiner!
  3. große Sekunde => 2 Halbtonschritte Differenz
  4. kleine Sekunde => 1 Halbtonschritt (Affiliate-Link) Differenz
  5. Fis bis G => 1 Halbtonschritt (Affiliate-Link)
    Ergebnis: kleine Sekunde

Folglich lässt sich für jedes Intervall die genaue Anzahl der Halbtonschritte ermitteln, die die zwei Töne (Affiliate-Link) voneinander trennt. Durch das Zählen dieser Schritte kann das Intervall bestimmt werden:

IntervallAnzahl der Halbtonschritte
Prim0
kleine Sekunde1
große Sekunde2
kleine Terz3
große Terz4
reine Quarte5
reine Quinte7
kleine Sexte8
große Sexte9
kleine Septime10
große Septime11
reine Oktave12
Intervall-Übersicht
Die 12 Grundintervalle im Oktavraum

Wenn wir die Tabelle genauer betrachten, fällt eine Lücke ins Auge: Ein Intervall aus 6 Halbtonschritten fehlt zwischen der reinen Quarte und der reinen Quinte. Um dies zu erreichen, müssen wir das Intervall vermindern oder übermäßigen.

Anmerkung:
Es liegt ganz bei Euch, ob Ihr das Intervall nach dem ersten Muster auf logischem Weg ermittelt oder stattdessen die Tabelle auswendig lernt. Allerdings ist es definitiv nützlich, das erste Schema verstanden zu haben. Selbstverständlich müsst Ihr beim Berechnen auch immer die Halbtonschritte E – F und H – C im Hinterkopf behalten!

Dies sind die grundlegenden Intervalle; natürlich gibt es auch anspruchsvollere, auf die wir in den kommenden Kapiteln näher eingehen werden.

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