Note, Tonleiter, Akkord… einfach erklärt
Note, Tonleiter, Akkord… einfach erklärt

Die Chromatische Tonleiter, immer in Halbtonschritten aufwärts

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

Chromatische Tonleiter in C-Dur

Eine besondere Form der Tonleiter (Affiliate-Link) ist die chromatische Tonleiter. Sie beinhaltet schlichtweg alle Töne (Affiliate-Link), die auf einem Klavier (Affiliate-Link) existieren, indem sämtliche weißen und schwarzen Tasten nacheinander auf- oder abwärts gespielt werden. Dementsprechend beträgt der Abstand zum jeweils nächsten Ton (Affiliate-Link) immer eine kleine Sekunde (stets in Halbtonschritten nach oben bzw. unten). Man spricht auch davon, dass die Töne chromatisch hintereinander gespielt werden. Bauen wir diese Skala in C-Dur auf, zeigt sie sich in ihrer einfachsten Form: Beim Aufstieg steht vor jedem zweiten Ton ein Kreuz (Affiliate-Link), ausgenommen zwischen E – F sowie H – C, da F beziehungsweise C sonst doppelt gespielt würden (E mit Kreuz = F; H mit Kreuz = C). Das Gleiche trifft auch „rückwärts“ von oben nach unten zu, wobei man hier anstelle der Kreuze (Affiliate-Link) stets Bes vor die Noten (Affiliate-Link) setzt.

Chromatische Tonleiter in C-Dur aufwärts
Chromatische Tonleiter aufwärts in C-Dur
Chromatische Tonleiter abwärts in C-Dur
Chromatische Tonleiter abwärts in C-Dur

In einer anderen Tonart

Das Notieren der chromatischen Tonleiter (Affiliate-Link) in einer anderen Tonart gestaltet sich jedoch etwas kniffliger. Praktisch gesehen unterscheidet sie sich nicht vom vorherigen Beispiel, da sie lediglich auf einem anderen Grundton startet (die genutzten Tasten bleiben dieselben).
Betrachten wir dazu als Beispiel eine chromatische Tonleiter in A-Dur. Dafür benötigen wir zuerst die A-Dur-Tonleiter samt den korrekten Vorzeichen und den markierten Halbtonschritten:

A-Dur Tonleiter mit eingezeichneten Halbtonschritten und Stufen
A-Dur Tonleiter mit Beschriftung der Stufen

Nun gilt es lediglich, die „Zwischenräume“ auszufüllen, und zwar so, dass der Abstand von Ton (Affiliate-Link) zu Ton stets eine kleine Sekunde (einen Halbtonschritt (Affiliate-Link)) ausmacht. Für die 3. und 4. (sowie 7. und 8.) Stufe trifft das bereits zu. Bevor es weitergeht, benötigen wir jedoch noch einige Regeln:

Bei #-Tonarten schreibt man:
aufwärts Kreuze (Affiliate-Link) und Doppelkreuze, abwärts Auflösungszeichen und Bes.
Bei ♭-Tonarten schreibt man:
aufwärts Auflösungszeichen und Kreuze, abwärts Bes und Doppel-Bes.

A-Dur zählt zu den Kreuz (Affiliate-Link)-Tonarten: Aufwärts dürfen Kreuze (Affiliate-Link) und Doppelkreuze genutzt werden, abwärts Auflösungszeichen sowie Bes. Genau wie bei C-Dur gilt: aufwärts Kreuze, abwärts Bes.

Klaviatur
Klaviatur

An dieser Stelle ist eine Klaviatur (Affiliate-Link) (eine gedankliche Vorstellung reicht völlig aus) sehr nützlich, um die Halbtonschritte leichter zu erkennen.
Wir starten beim A. Einen Halbtonschritt (Affiliate-Link) höher liegt das Ais; da wir beim Aufwärtsgehen Kreuze (Affiliate-Link) nutzen dürfen, folgt auf das A ein Ais. Ein weiterer Halbtonschritt führt uns zum H, das schon da steht. Nun würde eigentlich ein C kommen, allerdings haben wir in A-Dur ein Cis vorgegeben; dieses dürfen wir nicht auflösen, doch das His ist gleichwertig mit dem C. Auf das His folgen Cis und D, die durch die Tonart bereits einen Halbtonschritt voneinander entfernt sind. Nach dem D reihen sich Dis und E ein. Hier stehen wir vor demselben Problem: E-Fis. Ein Auflösen ist unzulässig, daher lautet die Abfolge: E, Eis, Fis. Als Nächstes käme laut Tonart ein Gis, wir benötigen jedoch ein G. Auflösen ist nicht gestattet, ein Doppelkreuz vor dem F dagegen schon: Fis, Fisis, Gis (wobei Fisis dem G entspricht). Auf das Gis folgt schließlich das A, die ohnehin schon einen Halbtonschritt bilden.
Jetzt derselbe Vorgang abwärts: Hierbei sind Auflösungszeichen und ♭-Vorzeichen erlaubt. Die Abfolge A – Gis behalten wir bei. Nach dem Gis brauchen wir ein G, weswegen wir das Gis schlicht auflösen – abwärts ist das schließlich gestattet. Auf das G folgt das Fis, was somit stimmt. Nun wird ein F benötigt, also lösen wir das Fis einfach wieder auf. Dadurch passt auch das anschließende E. An dieser Stelle setzen wir zum ersten Mal ein ♭ ein: E, Es, D, Cis (D und Cis bilden bereits die vorhandenen Halbtonschritte). Das Cis lösen wir im Anschluss wieder auf: D, Cis, C. Damit fügt sich das nachfolgende H ideal an. Da zwischen H und A noch kein Halbtonschritt liegt, fügen wir ein B ein: H, B, A – geschafft.

Chromatische Tonleiter in A-Dur aufwärts und abwärts mit Beschriftung
Chromatische Tonleiter in A-Dur
A-Dur chromatisch
A-Dur chromatisch auf der Klaviatur

Selbstverständlich lässt sich all das genauso auf sämtliche Moll-Tonarten übertragen! Haltet euch dabei einfach durchgehend an die oben beschriebenen Regeln und Schritte.

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4 Gedanken zu “Die Chromatische Tonleiter, immer in Halbtonschritten aufwärts”