Der häufigste Septakkord ist der Dominantseptakkord (oft einfach als Septakkord oder 7er-Akkord (Affiliate-Link)¹ bezeichnet, Bsp. G7).
Er besteht aus einem Dur-Dreiklang (Affiliate-Link)¹ mit einer aufgesetzten kleinen Terz (das Rahmenintervall ist eine kleine Septime). Das Besondere an ihm ist, dass er eine enorme innere Spannung besitzt und zwingend zur Auflösung in den Tonika-Dreiklang drängt. Diesen Effekt nutzt man in der Begleitung (Kadenzen) extrem häufig.
Beispiel in C-Dur

In einem Stück, das in C-Dur geschrieben ist, bauen wir den Dominantseptakkord auf dem G auf, da dieser Ton (Affiliate-Link)¹ die 5. Stufe (die Dominante) bildet:
- Wir nehmen den normalen G-Dur-Dreiklang (Affiliate-Link)¹: G – H – D (große Terz, kleine Terz).
- Wir setzen auf das D noch eine kleine Terz drauf: ein F.
- Damit haben wir unsere kleine Septime zwischen G und F – fertig ist der Dominantseptakkord
G7.
Dieser G7 will sich nun direkt in die Tonika, also den Zielakkord C-Dur, auflösen.
Der Dominantseptakkord in Moll

Den Dominantseptakkord kann man auch in Moll-Tonarten verwenden, allerdings nur auf Basis der harmonischen Moll-Tonleiter (Affiliate-Link)¹!
- Warum? Weil nur dort der notwendige Leitton (der Halbtonschritt (Affiliate-Link)¹ zur 8. Stufe) vorhanden ist und die Basis des Akkords zwingend ein Dur-Dreiklang (Affiliate-Link)¹ sein muss.
- Beispiel in a-Moll: Auf der 5. Stufe (
E) bauen wir den Akkord (Affiliate-Link)¹ auf: E – Gis – H – D. Das ergibt einen klassisch klingenden Dominantseptakkord (große Terz – kleine Terz – kleine Terz), der sich perfekt in a-Moll auflöst.
(Hinweis: Würde man stattdessen einen reinen Moll-Dreiklang (Affiliate-Link)¹ mit einer Septime versehen, entsteht kein Dominantseptakkord, sondern ein normaler Mollseptakkord wie z.B. Am7).
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3 Gedanken zu “Der Dominantseptakkord im Detail”
Ups, Ergänzung zu meinem anderen Kommentar:
Septakkord oben verlinkt auf den Artikel zum Dominantseptakkord. Deswegen hatte ich den Artikel zum Septakkord erst nicht gesehen.
Moin,
als jemand der hauptsächlich über die Gitarrenbegleitung mit Musik zu tun hat, und gerne Musiktheorie in der Tiefe verstehen würde, würde ich mir eine Verlinkung zur Erläuterung der für mich leider nicht bekannten/verinnerlichten Begriffe wünschen. Als Feedback, welche das für mich waren:
1. Septakkord
2. Kleine Terz(hier ne Verlinkung zu einem kurzen Intervallartikel wäre genial. Ich sträube mich etwas die auswendig zu lernen, weil es mir so unlogisch vorkommt, dass es von manchen Stufen kleine und große Varianten gibt.)
3. Rahmenintervall
4. Dominante
5. Akkord auf einer Tonleiter aufbauen (ok, wahrschl. wird das im Akkord Artikel verlinkt)
6. Leitton
Das hat ne gute Google Liste ergeben, schonmal danke für das aufzeigen von anscheinend zum Verständnis notwendigerweise zu füllenden Wissenslücken meinerseits 😀
Vielen Dank für die Information, die auch für mich als Rentner (70) gut verständlich ist, obwohl ich bisher mit dieser Thematik als Hobbymusikant nix am Hut hatte. Man lernt ein Leben lang, wenn man aufgeschlossen ist und will und freut sich über kleinste Erfolgserlebnisse.