Note, Tonleiter, Akkord… einfach erklärt
Note, Tonleiter, Akkord… einfach erklärt

Das Fagott

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Das Fagott zählt zu den seltener gespielten Holzblasinstrumenten im Orchester, was unter anderem an seiner hochkomplexen Bauweise und den entsprechend hohen Anschaffungskosten liegt. 

Sein Klangcharakter ist einzigartig: In den tiefen Lagen klingt das Fagott dunkel, sonor und ausgesprochen kräftig, während es in den extrem hohen Lagen einen sehr gepressten, fast quäkenden Charakter annehmen kann. 

Die Tonerzeugung unterscheidet sich deutlich von der Flöte oder Klarinette: Der Ton (Affiliate-Link) wird mithilfe eines sogenannten Doppelrohrblatts erzeugt, das aus zwei aufeinanderliegenden, am Ende zusammengedrückten Schilfrohr-Plättchen besteht. Bläst der Musiker hinein, öffnen und schließen sich diese Plättchen in rasanter Geschwindigkeit. Diese Schwingung überträgt sich direkt auf die meterlange Luftsäule im Inneren des Instruments. 

Der Name „Fagott“ leitet sich vom italienischen Wort fagotto ab, was übersetzt „Bündel“ bedeutet. Dieser Name kommt von der cleveren Bauweise: Das Instrument besteht aus zwei parallel nebeneinander liegenden Holzrohren, die unten U-förmig verbunden sind. Ohne diese Knickung wäre das Fagott über 2,50 Meter lang und völlig unhandlich. Trotz dieser Bündelung ist es so groß und schwer, dass der Spieler das Gewicht beim Musizieren über einen speziellen Hals- oder Schultergurt (Tragegurt) abfangen muss. 

Um die unterschiedlichen Tonhöhen zu regulieren, bedient der Fagottist ein hochkomplexes System aus etwa 22 bis 28 silbernen Klappen. Das Fagott ist sowohl in der klassischen Orchestermusik als auch in der Blasmusik ein unverzichtbares Fundament, wird von Komponisten wegen seiner großen Ausdruckskraft aber ebenso gerne als ausdrucksstarkes Soloinstrument eingesetzt. 

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