Note, Tonleiter, Akkord… einfach erklärt
Note, Tonleiter, Akkord… einfach erklärt

Alterierte Akkorde: Aufbau, Funktion & typische Jazz-Dominanten

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Während reguläre Erweiterungen (wie Cadd9, Cmaj9 oder C13) harmonisch weich und farbenreich klingen, machen alterierte Akkorde (Affiliate-Link) genau das Gegenteil: Sie erzeugen maximale Dissonanz, Reibung und musikalische Spannung.

In der Jazz-, Blues- und Fusionszene sind sie das wichtigste Werkzeug, um eine Dominante so aufzuladen, dass die anschließende Auflösung in die Tonika (z. B. nach Fmaj7 oder Fm) umso befreiender und kraftvoller klingt.

Notenbeispiel alterierter Dominantseptakkorde am Grundton C: C7b9, C7#9 Hendrix-Akkord, C7b5 und C7#5
Notenbeispiel alterierter Dominantseptakkorde am Grundton C

Was bedeutet „alteriert“?

Das Wort alterieren kommt aus dem Lateinischen und bedeutet schlicht chromatisches Verändern (Verschieben um einen Halbton (Affiliate-Link) nach oben oder unten).

Ein alterierter Akkord (Affiliate-Link) ist immer ein Dominantseptakkord (Grundton, große Terz, kleine Septime), bei dem Quinte und/oder None chromatisch verändert werden:

  • Die Quinte (5) wird zur verminderten Quinte (♭5 bzw. ♯11) oder übermäßigen Quinte (♯5 bzw. ♭13).
  • Die None (9) wird zur kleinen None (♭9) oder übermäßigen None (♯9).

Das unantastbare Fundament:
Die große Terz (3) und die kleine Septime (♭7) dürfen niemals alteriert werden! Sie sind die sogenannten Leittöne (Tritonus), die das Dominant-Geschlecht des Akkords definieren.

Übersicht: Die wichtigsten alterierten Akkorde (am Grundton C)

SymbolName / ErklärungBesonderheit / AufbauTöne in C
C7♭9Dominantseptakkord mit kleiner NoneDominantseptakkord + kleine None (1 – 3 – 5 – ♭7 – ♭9). Perfekt für Moll-Kadenzen.C – E – G – B♭ (intl.) / B (dt.) – D♭
C7♯9Dominantseptakkord mit übermäßiger NoneDer legendäre „Hendrix-Akkord (Affiliate-Link)“ (1 – 3 – 5 – ♭7 – ♯9). Erzeugt Blues-Reibung.C – E – G – B♭ (intl.) / B (dt.) – D♯
C7♭5Dominantseptakkord mit verminderter QuinteTritonus-Spannung über dem Grundton (1 – 3 – ♭5 – ♭7).C – E – G♭ – B♭ (intl.) / B (dt.)
C7♯5Übermäßiger Dominantseptakkord (C7aug)Übermäßige Quinte als nach oben drängender Leitton (1 – 3 – ♯5 – ♭7).C – E – G♯ – B♭ (intl.) / B (dt.)
C7altVoll alterierter DominantakkordKombination aus alterierten Nonen (♭9/♯9) und Quinten (♭5/♯5).C – E – B♭ (intl.) / B (dt.) + Alterationen

Die Akkorde im musikalischen Detail

1. C7♭9: Die edle Moll-Dominante

Die kleine None (D♭ bei C) erzeugt eine wehmütige, dunkle Spannung.

2. C7♯9: Der legendäre „Hendrix-Akkord“

Dieser Akkord (Affiliate-Link) ist weltberühmt durch Jimi Hendrix’ Song Purple Haze.

  • Warum er so knallt: Er enthält gleichzeitig die große Terz (E) und die übermäßige None (D♯). Enharmonisch verwechselt ist das D♯ klanglich identisch mit dem Ton (Affiliate-Link) E♭ (kleine Terz)!
  • Man spielt hier also Dur und Moll zeitgleich – die Quintessenz des Blues.

3. C7♭5 und C7♯5: Chromatische Leittöne

4. Was bedeutet C7alt auf dem Notenblatt?

Liest du im Jazz-Standard ein alt, überlässt der Komponist dem Musiker die Wahl: Es bedeutet: „Nimm den Grundton C, die Terz E und die Septime B♭ – und schmücke den Akkord (Affiliate-Link) mit beliebigen alterierten Tönen (Affiliate-Link) (♭9, ♯9, ♭5, ♯5) aus der alterierten Skala aus.“

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