
Die Ukulele (Affiliate-Link)¹ gehört zu den charmantesten und beliebtesten Vertretern der modernen Zupfinstrumente. Wer an sie denkt, hat meist sofort Bilder von Sandstränden, Palmen und unbeschwerter Südsee-Stimmung im Kopf. Doch hinter dem kleinen Instrument mit dem großen, fröhlichen Charakter steckt weitaus mehr als nur ein Urlaubs-Souvenir oder ein einfaches Einsteigerinstrument. Sie hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem echten Weltenbummler der Musikgeschichte entwickelt und ist heute sowohl im Klassenzimmer als auch auf den ganz großen Festivalbühnen und in weltweiten Pop-Produktionen zu Hause. Das größte Geheimnis der Ukulele liegt in ihrer einzigartigen Saiten-Architektur und Stimmung. Im Gegensatz zur klassischen Gitarre (Affiliate-Link)¹ besitzt die Ukulele standardmäßig nur vier Saiten, die zudem meist aus elastischem Nylon oder hochentwickelten Kunststoffen gefertigt sind. Das Besondere ist jedoch die sogenannte „rückläufige Stimmung“ (meist in G-C-E-A), bei der die oberste Saite (G) nicht der tiefste Ton (Affiliate-Link)¹ ist, sondern höher klingt als die beiden darunter liegenden Saiten. Genau diese Konstruktion verleiht der Ukulele ihren unverkennbaren, hell perlenden und spritzigen Klang, der beim rhythmischen Schlagen der Akkorde (Affiliate-Link)¹ entsteht.
Was viele Musikfans gar nicht wissen: Die Ukulele (Affiliate-Link)¹ tritt im modernen Musikleben in vier grundlegend verschiedenen Baugrößen auf, die sich nicht nur in ihren Dimensionen, sondern auch in ihrem Klangcharakter stark unterscheiden. Den traditionellen Ursprung bildet die winzige Sopran-Ukulele. Sie ist das Ur-Modell aus Hawaii, besitzt den klassisch perkussiven, hellen Südsee-Klang und wirkt in den Händen erwachsener Musiker oft erstaunlich winzig. Wer etwas mehr Platz auf dem Griffbrett sucht, greift zur Konzert-Ukulele, die durch ihren leicht größeren Korpus etwas lauter und voller klingt, aber dieselbe spritzige Stimmung beibehält. Die noch größere Tenor-Ukulele – die aufgrund ihrer Proportionen optisch bereits stark an eine Miniatur-Gitarre (Affiliate-Link)¹ erinnert – bietet einen deutlich tieferen, wärmeren Sound und wird von Solisten wegen ihrer langen Mensur besonders geschätzt. Das größte Mitglied der Familie ist schließlich die Bariton (Affiliate-Link)¹-Ukulele. Sie bricht komplett mit der klassischen Ukulelen-Tradition, wird exakt wie die vier höchsten Saiten einer normalen Gitarre (D-G-H-E) gestimmt und liefert einen voluminösen, tiefen und absolut gitarrenähnlichen Klang.
Vom portugiesischen Einwanderer zum weltweiten Pop-Phänomen
Ihre Wurzeln hat die Ukulele (Affiliate-Link)¹ überraschenderweise gar nicht auf Hawaii, sondern auf der portugiesischen Insel Madeira. Im Jahr 1879 brachten portugiesische Einwanderer ein kleines Zupfinstrument namens Braguinha mit auf die pazifische Inselkette. Die Hawaiianer waren so fasziniert von dem hellen Klang und dem rasanten Spiel der Neuankömmlinge, dass sie das Instrument adaptierten und ihm den Namen „Ukulele“ gaben, was im Hawaiianischen so viel wie „hüpfender Floh“ bedeutet. Sogar der hawaiianische König Kalākaua war ein großer Fan und Förderer des Instruments, wodurch es fest in die traditionelle Kultur der Inseln integriert wurde.
Von Hawaii aus eroberte die Ukulele (Affiliate-Link)¹ im frühen 20. Jahrhundert zunächst das amerikanische Festland und entwickelte sich im Zuge des Jazz- und Skiffle-Booms zum absoluten Kult-Begleiter. Einen legendären Meilenstein setzte im Jahr 1993 der hawaiianische Musiker Israel Kamakawiwoʻole, dessen sanftes Medley aus Somewhere Over the Rainbow und What a Wonderful World – nur von einer Ukulele begleitet – zu einem der erfolgreichsten Welthits aller Zeiten wurde. Heute ist das vielseitige Quartett aus der Indie-Popmusik, modernen Cover-Versionen und Folk-Formationen absolut nicht mehr wegzudenken.
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