Note, Tonleiter, Akkord… einfach erklärt
Note, Tonleiter, Akkord… einfach erklärt

Slash-Akkorde: Aufbau, Umkehrungen & Pop-Hybriden erklärt

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

Symbole wie C/E, D/F♯ oder F/G begegnen jedem Musiker in Songbooks, Leadsheets und Chords-Sheets. Sie werden im Deutschen oft als „Slash-Akkorde (Affiliate-Link)“ oder „Akkorde mit abweichendem Basston“ bezeichnet.

Notenbeispiel für Slash-Akkorde im Klaviersystem: C/E, C/G, C7/Bb und F/G mit Akkord im Violinschlüssel und Basston im Bassschlüssel
Notenbeispiel für Slash-Akkorde im Klaviersystem

Das Prinzip der Schreibweise ist denkbar einfach:

Akkord (Affiliate-Link) / Basston
Vor dem Slash = Der gespielte Akkord
Nach dem Slash = Der tiefste Basston

Merksatz für Tasten & Gitarre (Affiliate-Link):
Der Buchstabe links ist die Harmonie (was die rechte Hand oder die Begleitinstrumente spielen).
Der Buchstabe rechts bestimmt zwingend den tiefsten Ton (Affiliate-Link) (was die linke Hand auf dem Klavier (Affiliate-Link) oder der Bassist spielt).

Die zwei Arten von Slash-Akkorden

Nicht jeder Slash-Akkord (Affiliate-Link) hat dieselbe harmonische Funktion. Man unterscheidet zwei grundlegende Typen:

Typ 1: Echte Umkehrungen (Inversionen)

Hier ist der Ton (Affiliate-Link) nach dem Schrägstrich ein regulärer Bestandteil des Akkords (Terz, Quinte oder Septime):

Warum macht man das?
Für geschmeidige, fließende Basslinien (Walking Bass). Statt dass der Bass große Sprünge macht, wandert er schrittweise nach unten:

C⟶G/B⟶Am⟶C/G⟶F

Typ 2: Freie Basstöne & Hybrid-Akkorde (Upper Structures)

Hier gehört der Ton (Affiliate-Link) nach dem Schrägstrich nicht zum darüberliegenden Dreiklang (Affiliate-Link):

Der Klang:
Das ist der typische, offene und schwebende Pop-Sound (z. B. bei Elton John, Phil Collins oder Toto). Ein F/G enthält vom Basston G aus gesehen die Quarte (C), die kleine Septime (F) und die None (A). Er ersetzt funktional einen G9sus4 oder G11, klingt aber transparenter und lässt sich auf Klavier (Affiliate-Link) und Gitarre (Affiliate-Link) viel einfacher greifen.

Übersicht: Typische Slash-Akkorde

SymbolTypBedeutung / FunktionKlingende Töne
C/E1. UmkehrungTerzbass: Sehr warme Dur-Klangfarbe, leitet oft nach F-Dur weiter.Bass: E
Akkord (Affiliate-Link): C – G
C/G2. UmkehrungQuintbass: Klassischer Quartsextakkord, oft als Vorhalt zur Dominante.Bass: G
Akkord (Affiliate-Link): C – E
C7/B♭ (intl.)
C7/B (dt.)
3. UmkehrungSeptimbass: Sehr starker Drang zur Auflösung (z. B. nach F/A).Bass: B♭ (intl.) / B (dt.)
Akkord (Affiliate-Link): C – E – G
F/GHybrid-Akkord (Affiliate-Link)Pop-Dominante: Klingt wie G9sus4 / G11 (ohne Terz B).Bass: G
Akkord (Affiliate-Link): F – A – C
C/DHybrid-Akkord (Affiliate-Link)Schwebender Sus-Akkord (Affiliate-Link): Klingt funktional wie D9sus4.Bass: D
Akkord (Affiliate-Link): C – E – G

Tipp: So erkennst Du sofort, welche Umkehrung vorliegt

Nimm die Töne (Affiliate-Link) des Dreiklangs (Grundton – Terz – Quinte) und schaue, welcher davon im Bass hinter dem Schrägstrich steht:

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